04.01.2026
Neujahrsempfang der Freien Wähler: Klare Kante für das Handwerk – Schluss mit Verzögern und Wegschauen

Der Neujahrsempfang der Freie Wähler im Landkreis Miltenberg am 4. Januar in Großwallstadt stand unter einem klaren Motto: Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Region – und es braucht endlich entschlossenes politisches Handeln. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen wurde deutlich: Reden allein reichen nicht mehr. Großer Dank gilt neben den Rednern Josef Hofmann und Monique Haas auch den Freien Wählern in Großwallstadt, die vertreten durch Kreisrat Roland Eppig und Bürgermeisterkandidat Mario Giegerich den Neujahrsempfang in Großwallstadt ermöglichten.

Mit klaren Worten machte Josef Hofmann, Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken, deutlich, wo der Schuh drückt. Das Handwerk im Landkreis Miltenberg erwirtschaftet jährlich über 1,4 Milliarden Euro Umsatz – und wird dennoch politisch viel zu oft stiefmütterlich behandelt.

Hofmann brachte es auf den Punkt: Das Handwerk ist die „unsichtbare Infrastruktur, ohne die nichts läuft“. Doch steigende Energiekosten, akuter Fachkräftemangel und der demografische Wandel setzen den Betrieben massiv zu. Besonders scharf kritisierte er die politischen Prioritäten:

„Krümel für das Handwerk, Filet für die Hochschulen – das bringt uns nicht voran.“

Während viele akademisch Ausgebildete die Region verlassen, bleibt das Handwerk vor Ort, bildet aus und schafft Arbeitsplätze. Wer es ernst meint mit regionaler Stärke, darf das Handwerk nicht zur Randnotiz machen, sondern muss es zur Hauptsache erklären.

Ein zentrales Symbol dieser politischen Versäumnisse ist für Hofmann die Berufsschule Miltenberg. Seit Jahren wird diskutiert, geprüft und vertagt – passiert ist zu wenig. Seine klare Forderung: Sanieren. Jetzt.

„Hier geht es nicht um Luxus, sondern um die Zukunftschancen unserer Jugend“, so Hofmann unmissverständlich.

Ergänzend wies Kreishandwerksmeisterin Monique Haas auf die zunehmende Bürokratiebelastung hin, die viele Betriebe im Alltag lähmt. Zeit für Kunden, Ausbildung und Wertschöpfung gehe zunehmend verloren – eine Entwicklung, die die Attraktivität des Handwerks spürbar schwäche.

Deutlich positionierte sich auch Michael Schüßler, Landratskandidat der Freien Wähler. Er machte gleich zu Beginn klar:

„Die Berufsschule wird kommen – das ist mein Versprechen an die Wählerinnen und Wähler!“

Schüßler unterstrich die Bedeutung des Handwerks auch persönlich, ohne Pathos, aber mit Haltung. Entscheidend sei, dass junge Menschen wieder erleben, dass praktische Fähigkeiten, Ausbildung und Leistung Wertschätzung erfahren. Klar benannte er dabei die Schieflage der aktuellen Politik:

„Es darf nicht sein, dass die Büros der Handwerker mittlerweile größer sind als ihre Werkstätten.“

Seine Botschaft war eindeutig: Die Probleme des Handwerks müssen jetzt angegangen werden – gemeinsam und über Parteigrenzen hinweg. Der Landkreis komme nur voran, wenn Politik wieder zuhört, statt besserwisserisch aufzutreten.

„Politiker sind keine besseren Unternehmer. Ihre Aufgabe ist es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“

Schüßler kritisierte eine Politik des Zögerns und der kostspieligen Gutachten. Entscheidungen müssten getroffen werden, sobald sie verantwortbar sind, statt Zeit und Steuergeld in immer neue Prüfungen zu investieren, die am Ende keinen Mehrwert bringen.

Diese Haltung will er als künftiger Landrat durchsetzen – klar, entschlossen und praxisnah. Abschließend bat Schüßler um Vertrauen bei der Landratswahl am 8. März:

Für ein starkes Handwerk, weniger Bürokratie und einen Landkreis, der wieder macht statt verwaltet.